Die Bewohner

Venezuela  verzeichnet  überwiegend  eine  Mischbevölkerung.  Etwa  5  % Schwarze haben sich im karibischen Küstenbereich angesiedelt und der Anteil der Weißen liegt bei geschätzten 20 %. Laut Statistik leben noch 38 indigene Stämme im karibischen Gebirge sowie in den Kordilleren von Mérida und deren Randgebieten.

Wie fast überall in Südamerika stellen auch in Venezuela die sozialen Unterschiede ein großes Problem dar. Die Arbeitslosigkeit liegt derzeit bei ca. 10 %. Eigentlich hat die soziale Wohnraumschaffung gegenüber anderen lateinamerikanischen Ländern in Venezuela einen besonderen Stellenwert. Dennoch lässt es sich nicht vermeiden, dass immer mehr Hüttenansammlungen, sogenannte Barrios, entstehen.

In Venezuela sind Kinder erst mit dem achten Lebensjahr schulpflichtig. In den Städten gibt es sogenannte Vorschulen, die aber nur wenig genutzt werden. Etwa 90 % der Kinder im Alter von 8-13 Jahren besuchen die staatlichen Primarschulen. Die weiterführenden Sekundarschulen werden von nur noch etwa 56 % der Kinder besucht. Es stehen auch zahlreiche Einrichtungen der Erwachsenenbildung zur Verfügung, die regen Zulauf finden. Der Bildungsstand der Bevölkerung ist nicht mit dem europäischen vergleichbar. 95 % der Bevölkerung ist katholisch, der Rest ist protestantisch, jüdisch oder gehört einer der verschiedenen indigenen Religionen an. Venezolaner tragen sowohl Ihre Gefühle als auch den eigenen Wohlstand stets offen zur Schau. [...]